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Warum Gerstner Trauringe kaufen?

 Es wird kaum so viel Zeit verwendet und verglichen, wie beim Kauf von Trauringen. Trauringe werden für das ganze Leben gekauft, oftmals wird aber übersehen, dass auch die Qualität der Ringe ein Leben lang halten soll. Brautpaare lassen sich schnell, von extra ausgebildeten Verkäufern blenden und kaufen Eheringe in Qualitäten, die ein gutes Fachgeschäft nicht einmal in seinem Trauring Sortiment führen sollte. Es gibt leider selbst ernannte Trauring Spezialisten die Eheringe von bekannten Manufakturen wie August Gerstner kopieren und im Ausland fertigen lassen, diese werden dann auch noch als Gerstner Trauringe Made in Germany verkauft. Eheringe in Gold mit synthetischen Zirkonia werden auch immer wieder günstig angeboten, obwohl die Zirkonia Steine relativ schnell matt werden und Ihren Glanz verlieren. Wir empfehlen Eheringe - Trauringe in Edelstahl mit Diamanten, statt in Weißgold mit Zirkonia zu wählen. Erstens kosten die Edelstahl Partnerringe wesentlich weniger als Weißgoldeheringe, zweitens haben Sie auch nach Jahren noch Brillanz bei Diamant, weil die Diamanten sich nicht abnützen und auch nicht matt werden. Wir verkaufen seit dreißig Jahren Eheringe Gerstner und hatten bis heute noch keinen Brillanten, der seinen Glanz verloren hat. Wir haben immer wieder Kunden im Geschäft, die sich über ihre billigen Zirkonia Trauringe ärgern, weil die Steine von ihrem Ehering blind geworden sind, obwohl beim Kauf versprochen wurde, dass die Steine ein Leben lang halten werden. Wir sind der Meinung, Ihre Eheringe dürfen ruhig mehr kosten als die Musik Band für Ihre Feier kostet, weil Sie Ihre Eheringe ein ganze Leben tragen, die Musik aber nur an dem Tag der Hochzeit spielt. Mit Gerstner Eheringe kaufen Sie Ringe für das ganze Leben zu fairen Preisen. Sicher kosten die Eheringe von Gerstner etwas mehr als die billigen Ringe von manchen anderen Herstellern, Sie können aber sicher sein, dass Sie lebenslang Freude mit Ihren Ringen von Gerstner haben werden.Gerne zeigen wir ihnen die Gerstner Trauring Kollektion in einem unserer drei Filialen in Rosenheim und Kolbermoor

 Folgend ein Zitat der markt intern Titelseite - Ausgabe Nr. U 51/17 | Düsseldorf, 19. Dezember 2017:

Gerstner erwirkt einstweilige Verfügung wegen Markenverletzung

Das Gerichtsurteil liest sich wie ein Krimi. Die Beschreibungen eines Zeugen klingen hanebüchen.
Worum ging es in dem spannenden Verfahren vor dem Landgericht Berlin? Stellen Sie
sich folgendes Geschehen vor: Ein heiratswilliges Paar sucht nach Trauringen. Bei dem Besuch eines
türkischstämmigen Juweliers im Großraum Berlin teilt es dem Verkäufer seine Preisvorstellung mit.
Dieser zeigt den Kunden verschiedene Ringe. Wie die Geschichte laut einer Partei weitergeht, zeigt die
Zusammenfassung des Sachverhaltes im Urteil „Frau [...] habe nach ihrer Schilderung großen Wert auf
einen qualitativ hochwertigen Ring gelegt, da sie den Ring auch bei der Arbeit als Altenpflegerin tragen
wollte und die Brillanten gut gefasst sein müssten, damit nicht einer herausfalle. Daraufhin habe ihr der
Verkäufer einen Ring der Marke 'Gerstner' empfohlen, da dieser der 'Mercedes-Benz' unter den Trauringen
sei, weshalb er auch so teuer sei. Der Verkäufer habe den Zeugen [...] aber erklärt, er könne einen Rabatt
gewähren und der ausgewiesene 'Gerstner-Ring' mit einem Lieferpreis von 1.565,99 € sei dann für
1.200 € [...] verkauft worden.“

Die Überraschung ist allerdings groß, als die Ringe in den benötigten Größen ankommen. Denn als der
Verkäufer diese dem Paar übergibt, befinden sich beide Ringe in einer verschweißten Tüte einer
anderen Marke. Das Paar stellt den Verkäufer zur Rede. Der versichert jedoch, dass der Damenring,
ein Weißgoldring mit zehn Brillanten, ein originaler Gerstner-Ring sei. Allerdings fehlt auch das
Echtheitszertifikat des Pforzheimer Anbieters. Als die Kunden sich vertraulich an die Firma Gerstner
wenden, erfahren sie, dass alle Originalringe der Marke mit einer Punzierung mit den Buchstaben
'AG' (für August Gerstner) auf der Innenseite ausgestattet sind. Dies ist bei dem Damenring nicht der Fall.

Das Paar kontaktiert auch die Firma, deren Namen auf der Folie stand, in der die Ringe übergeben wurden.
Dabei stellt sich heraus, dass eine enge Freundschaft zwischen dem Unternehmen und dem Juweliergeschäft
besteht. Als das Paar erneut den Juwelier aufsucht, erklärt dieser, er habe seinen eigenen Firmenstempel,
der genauso aussieht wie der des Lieferanten des Herrenrings, in den Damenring graviert. Es würde sich
aber wirklich um einen Gerstner-Ring handeln. Er habe sogar mit einem Vertreter verhandelt. Auch weist er
auf eine andere Verpackung hin, auf der als Absender die Firma Gerstner zu lesen ist. Den Inhalt möchte er
aber nicht zeigen. Offenbar will er die weiterhin misstrauische Kundin in Anwesenheit anderer Kunden
beschwichtigen, denn er schenkt ihr ein Paar Ohrstecker aus 585/-Weißgold.

Soweit die Aussagen des Paares in dem Verfahren. Doch stimmen diese nicht mit derjenigen des Verkäufers
überein. Lassen wir aber erst einmal die Geschichte weiterlaufen: Das Paar kontaktiert erneut die Ringmanufaktur August Gerstner, die sofort den Unterschied erkennt und das Plagiat der geschädigten Kundin als Beweismittel abkauft. Eine Metallanalyse ergibt, dass die 585er Legierung nur 11 % Palladium enthält, während Gerstner-Ringe 19 % aufweisen. Per Anwalt wird der Juwelier abgemahnt und zu einer strafbewehrten Unterlassungserklärung aufgefordert. Diese weist der Juwelier mit anwaltlichem Schreiben zurück. Auch gegen die darauf folgende einstweilige Verfügung legt er Widerspruch ein. Offenbar sieht man sich auf beiden Seiten im Recht.

Der Verkäufer schildert das Verkaufsgespräch nämlich anders als das Paar. Von Gerstner-Ringen sei keine Rede gewesen. Auch seien im Gegensatz zur Aussage der Kunden die Dummys der Marke gar nicht gezeigt worden. Wegen des Budgets des Paares seien Gerstner-Ringe nicht in Frage gekommen. Der Herr habe sich für einen Ring der anderen Marke entschieden und für die Dame habe man von der gleichen Firma einen Ring nach ihren Wünschen fertigen lassen. Auch habe er keinen Stempel im Ring entfernt oder dies gegenüber den Zeugen erklärt. Soweit die Version der Geschichte aus Sicht des Verkäufers.

Nach einer mündlichen Zeugenvernehmung bestätigt das Landgericht Berlin Mitte allerdings die einstweilige Verfügung gegen den Juwelier. Das Gericht sieht es aufgrund der übereinstimmenden, überzeugenden und widerspruchsfreien Aussagen der Kunden als erwiesen an, dass der Verkäufer ihnen die Dummys von Gerstner gezeigt und verkauft hat, jedoch den Ring eines anderen Lieferanten als Gerstner-Ring ausgehändigt hat. Außerdem habe der Juwelier eine weitere Markenverletzung begangen, da der Verkäufer weiterhin behauptete, es handele sich um einen Gerstner-Ring. „Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die Zeugen [...] die Unwahrheit gesagt haben könnten und sich den Sachverhalt mit den Gerstner-Ringen ausgedacht haben könnten“, heißt es weiter in der Urteilsbegründung.

Die Aussage des Verkäufers hingegen stellt das Gericht als unglaubwürdig dar und erklärt: „Bei einem Listenpreis von 1.585,00 € und Rabattgewährung auf beide zu erwerbenden Trauringe liegt auch ein Gerstner-Ring nicht völlig außerhalb des erklärten Budgets. Keine Gerstner-Ringe den Kunden [...] zu zeigen, erscheint daher nicht wahrscheinlich. Gerade weil die kaufwilligen Zeugen [...] bei anderen Ringen nichts gefunden hatten und der Zeuge [...] nach seinem glaubhaften Bekunden deutlich gemacht hatte, dass er einen 'richtig guten Ring' für seine Frau wollte, war die Vorlage von Gerstner-Ringen aus der Dummy-Kollektion aus Sicht eines Verkäufers angezeigt, da sie eine gute Qualität aufweisen.“
Zuletzt konnte der Verkäufer auch nicht ausschließen, dass die Kunden den in der Dummy-Kollektion vorhandenen Ring hätten sehen können, weil alle Ringe im Geschäft offen liegen.

Wie sich herausstellte, handelt es sich bei dem Ring tatsächlich um ein Plagiat, das von einem Trauringhändler mit türkischen Inhabern und Sitz in Gütersloh geliefert wurde. Der betroffene Juwelier hat inzwischen das erstinstanzliche Urteil akzeptiert. Auch hat er Auskunft über die Herkunft des Plagiats, Schadensersatz und Erstattung der Rechtsverfolgungskosten geleistet. Darüber hinaus gab er inzwischen eine weitergehende Unterlassungserklärung dahingehend ab, Ringe, die anhand der Gerstner-Dummy-Kollektionen von einem Kunden bestellt werden, nicht von einem anderen Lieferanten nachbauen zu lassen, unabhängig davon, ob der Kunde weiß, ob es sich dabei um keinen echten Gerstner-Ring handelt.

Wir fragen bei Eberhard Auerbach-Fröhling nach, ob es sich bei dieser 'wilden Geschichte', durch die nicht nur der Firma Gerstner, sondern auch den Kunden sowie den Mitbewerbern des Juweliers Schaden zugefügt wurde, um einen Einzelfall handelt. Der Geschäftsführer der August Gerstner Ringfabrik berichtet, es bestehe schon lange der Verdacht, dass manche Juweliere die Gerstner-Dummy-Kollektionen dazu missbrauchen, ihren Kunden angebliche Gerstner-Ringe zu verkaufen, die im Ausland gefertigt werden. Dort seien die Personalkosten niedriger und die Richtlinien für die Schmuckherstellung, die die Gesundheit der Arbeitnehmer sicherstellen sollen, nicht so streng. Über hohe Rabatte auf die überteuerten Billigprodukte werden die Kunden schließlich zum Kauf gelockt. „Oft werden am Anfang bei uns noch Gerstner-Ringe geordert. Dann aber lassen die Bestellungen immer mehr nach ...“

Uns interessiert natürlich auch, ob die aus Ines Vuillermin und Auerbach-Fröhling bestehende Geschäftsführung der Gerstner Trauring-Fabrik juristisch weiter gegen den Juwelier vorgehen möchte, da hier ein starker Verdacht eines Betrugs gegeben ist und auch das Urteil dies nahelegt. „Ich denke, dass der Juwelier bereits eine ordentliche Strafe erhalten hat“, meint Auerbach-Fröhling dazu. „Sicherlich machen die Verfahrenskosten, die er nun zahlen muss, einige Monate seines Gewinns aus. Das sollte ihm eine Lehre sein und anderen Juwelieren, die unsere Ringe nachbilden lassen, eine Warnung! Wir werden ab sofort auch regelmäßig Testkäufe durchführen lassen, damit solche 'Praktiken' eingedämmt und in Zukunft wie hier geahndet werden. Denn der Schaden ist für uns und unsere Kunden groß und das sollte er auch für denjenigen sein, der seine Kunden täuscht und Plagiatsware – noch dazu minderwertige – verkauft.“

Unser Fazit: - Insbesondere Juweliere mit nicht-deutschen Wurzeln versuchen nicht selten, mit Hilfe des Namens und der Ware eines renommierten Trauring-Lieferanten im Fenster bei den Kunden Seriosität zu demonstrieren - Diese Seriosität sollte aber auch gelebt werden! - Nicht alle Kunden lassen sich 'für dumm verkaufen'. Das Paar hat in unserem Fall richtig gehandelt und den Hersteller informiert - Die Dreistigkeit des Verkäufers, der gleichzeitig der Sohn der Inhaberin ist, ist kaum zu überbieten. Denn über die primäre Täuschung hinaus hat er sich später, als dem Paar auffiel, dass hier etwas nicht stimmte, immer tiefer in ein Lügennetz verstrickt - Das kriminelle Vorgehen dabei war außerdem dümmlich, so hätte er die Ware nicht in einer Tüte des anderen Herstellers übergeben müssen - Gerade in Zeiten von Blogs und Social Media hat er mit diesem Vorgehen seinen eigenen Ruf nachhaltig sehr geschädigt - Außerdem musste der Juwelier die Verfahrenskosten decken und damit einen sehr hohen Betrag zahlen. Der Wert des Widerspruchsverfahrens
wurde vom zuständigen Gericht mit 82.500 € erstaunlich hoch angesetzt! - Ob der Lieferant des Ringes wusste, dass er ein Plagiat herstellte, ist nicht bewiesen. Die Indizien legen vielmehr nahe, dass dieser den Ring nicht nach Vorlage des Dummies sondern nach den in einer E-Mail übermittelten Angaben des Juweliers gefertigt hat - Der Ausgang der Geschichte sollte jedem Juwelier oder Hersteller, der überlegt, mit Produktpiraterie ein 'gutes Geschäft' zu machen, eine Warnung sein! Denn, wie das schöne deutsche Sprichwort schon sagt: Ehrlich währt am längsten! - Unter anderem deshalb gibt es vermutlich auch die Firma Gerstner, mit deren seriösem Namen sich der Juwelier hier 'schmückte', schon seit mehr
als 150 Jahren.

 

 

 

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