Ihre Uhr ist ein Meisterwerk der Elektronik und Feinmechanik von hoher Präzision. Sie soll Ihnen lange die richtige Zeit anzeigen.
Schützen Sie Ihre Uhr vor Stoß, Magnetfeldern, starker Hitze, Wasser und Chemikalien, sowie vor mechanischem Abrieb. Zum Schlafen sollten Uhren grundsätzlich abgelegt werden. Die Lebensdauer der Batterie von Ihrer Uhr ist unter anderem abhängig von der Konstruktion des Werkes. Wenn Ihre batteriebetriebene Uhr stehen bleibt, sollten Sie sie möglichst zeitnah, zu uns zum Batteriewechsel bringen. Wir empfehlen, auch wenn Sie Ihre Uhr nicht gleich benötigen, unmittelbar den Wechsel vornehmen zu lassen, da das Uhrwerk durch langes Stehen evtl. eine Revision benötigt.
Wenn Sie eine Handaufzug oder Automatikuhr besitzen, empfehlen wir mindestens einmal im Monat ein paar Tage Ihre Uhr zu tragen, um das Festwerden des Räderwerkes zu vermeiden.
WIE OFT SOLLEN DIE MECHANISCHEN ARMBANDUHREN HEUTZUTAGE GEWARTET WERDEN?
Die Uhrenindustrie empfiehlt verständlicher Weise, hochwertige Uhren alle paar Jahre, von ihrer Servicestelle warten zu lassen. Wir teilen diese Auffassung in der heutigen Zeit nicht mehr, vielmehr empfehlen wir Ihre Uhr einmal im Jahr auf die Wasserdichtheit prüfen zu lassen, Gehäuse und Band zu prüfen und reinigen, gegebenfalls Lederband zu ersetzen und nur bei Bedarf die Ganggenauigkeit zu justieren.
So lange Ihre Uhr keine großen Zeitdifferenzen aufweist, ist nach unserer Auffassung keine Überholung nötig.
Zum besseren Verständnis: Früher hat man ein Auto alle fünf bis zehntausend Kilometer zum Ölwechsel gebracht, heute wird er erst nach fünfzig bis hunderttausend Kilometer fällig. Heute verwendet man synthetische Öle die nicht verharzen und eine lange Lebensdauer haben.
Bevor Sie Ihre Uhr zum Service einschicken, lassen Sie sie von uns überprüfen. In den meisten Fällen, helfen wir Ihnen mehrere hundert Euro zu sparen und trotzdem Freude mit Ihrer Uhr zu haben. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Ihr Juwelier Bacak
WIE DICHT IST EINE UHR DIE ALS WASSERDICHT GEKENNZEICHNET IST?
Allgemeine Hinweise für Wasserdichtheit /DIN 8310
Wasserdichtigkeit ist keine bleibende Eigenschaft, sie sollte jährlich und insbesondere vor besonderen Belastungen überprüft werden, da die eingebauten Dichtelemente in ihrer Funktion und im täglichen Gebrauch natürlich nachlassen.
Aus technischen und physikalischen Gründen, ist bei Uhren mit der Angabe "3Bar" (3 ATM) und "5Bar" (5 ATM) vom Duschen abzuraten. Der hohe Wasserdruck und vor allem die Temperaturschwankungen, die beim Duschen entstehen, verursachen bei Uhren, die aus unterschiedlichen Materialien bestehen (z. B. hat Glas im Vergleich zu Edelstahl ein unterschiedliches Ausdehnungsverhalten), ein nicht immer 100 % Anliegen der Dichtungen. Die Folge ist Wassereintritt in die Uhr.
Auch ist vom Sprung ins Wasser abzuraten, da beim plötzlichen Eintauchen ein sehr hoher Druck auf die Uhr entsteht und die Wasserdichtigkeit nicht mehr gewährleistet werden kann.
Uhrgehäuse sind passgenau aus mehreren Materialien zusammengesetzt, die bei Temperaturschwankungen unterschiedliche Ausdehnungskoeffizienten haben können.
Wenn die Außentemperatur höher ist, als die Innentemperatur der Uhr, kann im Gehäuse Feuchtigkeit entstehen (Kondenswasserbildung), wodurch sich das Glas beschlagen kann.
Um die Wasserdichtigkeit für bestimmte Anforderungen dennoch zu gewährleisten, gibt es spezielle Konstruktionen mit eingearbeiteten Dichtungen. Diese unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Sie werden unter anderem von Schweiß und Säuren angegriffen.
DIN 8310 regelt Kriterien für Konstruktion und Prüfdrücke, die neue Uhren aushalten müssen. Die Widerstandsfähigkeit wird in der Regel in bar angegeben und auf dem Gehäuseboden vermerkt.
Als "wassergeschützt" (waterresistant) werden Uhrgehäuse bezeichnet, die widerstandsfähig sind gegen Schweiß, Wassertropfen, Regen usw. Sie müssen, in Wasser eingetaucht, über 30 Minuten bei einer Wassertiefe von 1 m ohne Eindringen von Wasser überstehen. Diese Uhren sind für den normalen, täglichen Gebrauch bestimmt und dürfen nicht unter Bedingungen verwendet werden, bei denen Wasserdruck und Temperaturen erheblich variieren.
Bei der zusätzlichen Angabe eines Drucks wie z.B. "3 bar" sind die Prüfbedingungen verschärft. Die Druckangabe "3 bar" darf nicht verwechselt werden mit der Tauchtiefe, sondern ist die Definition des Prüfdrucks.
Beim Schwimmen und beim Sprung ins Wasser kann kurzfristig durchaus ein größerer Druck auf die Dichtelemente enstehen als der garantierte Prüfdruck. Besonders gefährdet sind die Uhren, wenn man nach längerem Sonnenbaden ins Wasser springt, weil sie dann der Aufschlagdruck mit dem Unterdruck durch die Abkühlung addiert, was leichter zu Schäden führen kann.
Wir bitten Sie beim Batteriewechsel uns mitzuteilen, ob Sie mit Ihrer Uhr ins Wasser gehen, damit wir sie dementsprechend nach dem Wechsel, auf Wasserdichtheit überprüfen können.
Wasserdichtheit nach DIN ist ein Konstruktionsmerkmal, das durch Stoß, Temperaturschwankungen sowie durch den Einfluss von Fetten und Säuren in Frage gestellt werden kann.
Eine Uhr, die zum Schwimmen und Tauchen verwendet wird, sollte in der übrigen Zeit besonders pfleglich behandelt werden und jährlich von uns auf Wasserdichtigkeit überprüft werden.
Sollten Sie noch weitere Fragen haben, so wenden Sie sich bitte vertrauensvoll an uns. Wir beraten Sie gerne und unverbindlich.
Ihr Juwelier Bacak